Equity, Revenue-Share, Hybrid oder Festpreis: Welches Modell passt zu euch?
Wenn aus einer Idee ein Produkt werden soll, ist die wichtigste Frage nicht „was kostet das?“, sondern „wie teilen wir Chance und Risiko?“. Vier Modelle haben sich bewährt. Keins ist besser als das andere — sie passen nur zu unterschiedlichen Situationen.
Equity: Anteile statt Rechnung
Beim Equity-Modell werden Unternehmensanteile geteilt. Wer mitbaut, wird Miteigentümer:in und profitiert langfristig vom Erfolg. Das schafft die stärkste Bindung — und das größte gemeinsame Risiko.
Passt, wenn: ihr an ein langfristiges Unternehmen glaubt, beide Seiten substanziell beitragen und niemand sofort Cash braucht. Weniger geeignet für abgegrenzte Einzelaufträge.
Revenue-Share: Beteiligung am Umsatz
Statt Anteilen am Unternehmen gibt es einen laufenden Anteil am Umsatz, solange das Produkt Geld verdient. Das Einkommen wächst mit dem Produkt, ohne dass Eigenkapital abgegeben wird.
Passt, wenn: schon (bald) Umsatz fließt, ihr flexibel bleiben wollt und eine saubere, nachvollziehbare Umsatzbasis existiert. Wichtig: Definiert früh, was als „Umsatz“ zählt (brutto/netto, Rückerstattungen, Gebühren).
Hybrid: Sicherheit plus Upside
Ein Hybrid kombiniert eine kleinere Beteiligung (Equity oder Revenue-Share) mit einer fairen Grundvergütung. Das reduziert das Risiko für die bauende Seite und hält trotzdem alle am Erfolg beteiligt.
Passt, wenn: die bauende Seite Planbarkeit braucht, ihr aber trotzdem echte Partnerschaft statt reiner Auftragsarbeit wollt. Der häufigste Kompromiss in der Praxis.
Festpreis: klar abgegrenzt
Ein klar umrissener Umfang zum Fixpreis — ideal für einen ersten Prototyp oder eine abgegrenzte Phase. Keine Beteiligung, dafür maximale Klarheit über Umfang und Kosten.
Passt, wenn: der Umfang wirklich klar ist und ihr euch erst kennenlernen wollt, bevor ihr eine langfristige Struktur eingeht. Oft der Einstieg, der später in ein anderes Modell übergeht.
Worauf ihr immer achten solltet
Haltet die Vereinbarung schriftlich fest — auch bei Freund:innen. Ein einfaches Dokument verhindert die teuersten Missverständnisse.
Klärt Ausstieg und Vesting: Was passiert, wenn jemand früh aussteigt? Vesting über die Zeit schützt beide Seiten.
Definiert die Bemessungsgrundlage präzise (Umsatz? Gewinn? welche Kosten?).
Startet klein. Ein Festpreis-Prototyp oder eine kurze Hybrid-Phase zeigt, ob die Zusammenarbeit trägt, bevor ihr Anteile teilt.
Und auf Weaverly?
Weaverly ist an keinem dieser Modelle beteiligt und hält keine Anteile. Ihr wählt pro Projekt das Modell, das zu eurer Idee und Lebensphase passt — und legt die Konditionen direkt miteinander fest. Das Matching und der Marktplatz sind kostenlos; bezahlt wird nur das gemeinsame Nest.